Was ist Verbundsicherheitsglas (VSG)?
Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei oder mehr Glasscheiben mit einer haftenden Zwischenschicht, beispielsweise einer geeigneten PVB-Folie. Beim Bruch können die Splitter an dieser Schicht haften. Die Sicherheitswirkung ergibt sich aus dem gesamten Aufbau und dessen Eignung für den vorgesehenen Einsatz.
Dank seiner hohen Sicherheit und Schallschutzeigenschaften wird VSG in Bauwesen, Fahrzeugtechnik, Sicherheitsglas und Lärmschutz sowie in diversen Industrie-Anwendungen eingesetzt.
Anwendungsbereiche von VSG
Bauwesen & Sicherheitstechnik
- Fenster, Fassaden, Glasdächer
- Absturzsicherungen, Panoramaverglasungen
Fahrzeug- & Transportwesen
- Windschutzscheiben (Standard in Autos)
- Schutzverglasung für Busse & Bahnen
Museen & Exponatschutz
- Einbruchhemmende Glasvitrinen
- UV-filternde Schutzverglasungen
Lärmschutz
- Glaslärmschutzwände an Autobahnen
- Schallschutzfenster & -türen
Industrie & Maschinenbau
- Maschinen-Schutzverglasungen
- Anzeigedisplays im öffentlichen Bereich
VSG und ESG: unterschiedliche Eigenschaften
Bei VSG steht der Verbund aus Scheiben und Zwischenschicht im Mittelpunkt. ESG beschreibt dagegen das Vorspannen einer Einzelscheibe. Auch ESG kann Bestandteil eines VSG-Aufbaus sein.
Splitterbindung bedeutet nicht automatisch Einbruchhemmung, Absturzsicherheit oder einen bestimmten Schallschutzwert. Solche Eigenschaften müssen für den jeweiligen Aufbau und Einsatz nachgewiesen werden. Die Herstellung erklärt VSG laminieren; konkrete Bauteile behandelt die Leistung Verbundglas nach Maß.
