Laserschneiden ermöglicht mikroskopisch feine Konturen, kleinste Bohrungen und strukturierte Oberflächen – besonders bei dünnen Gläsern und technischen Applikationen. MBM Techglas bewertet und nutzt Lasertechnologie für Spezialanwendungen, bei denen höchste Maßgenauigkeit gefordert ist.
Prozessbeschreibung
Das Laserschneiden von Glas nutzt fokussierte Laserstrahlung, um das Material gezielt zu erwärmen und kontrollierte Spannungsbrüche zu erzeugen. Die häufigsten Verfahren sind:
- CO₂-Laser: Erhitzt das Glas lokal, bis es verdampft oder bricht.
- Ultrakurzpulslaser (UKP): Trennt das Glas durch gezielte Mikrorisse, ohne thermische Belastung.
Vorteile
- Berührungslose Bearbeitung ohne mechanische Belastung
- Höchste Präzision, ideal für komplexe Geometrien
- Keine Mikrorisse oder Kantenbrüche
- Ideal für dünne und empfindliche Gläser
Nachteile
- Hohe Investitionskosten für Lasersysteme
- Nicht für alle Glasarten geeignet
- Langsamer als mechanisches Schneiden bei großen Serien
Anwendungsbeispiele
- Displayglas & Touchscreens
- Präzisionsoptik & Medizinglas
- Technische Gläser für die Elektronikindustrie
- Dünnwandige Automobilverglasungen
Toleranzen
- CO₂-Laser: ± 0,2 mm
- Ultrakurzpulslaser: ± 0,05 mm
Prüfmethoden
- Kantenanalyse unter dem Mikroskop
- Maßhaltigkeitsprüfung mit Laser-Scanning
- Bruchverhaltenstest
Entwicklung
- Verbesserung der Laserpuls-Technologie für höhere Schnittgeschwindigkeiten
- Hybridverfahren mit mechanischem Vorschneiden und Laser-Finishing
Zukunftsaussicht
- Automatisierte Laserschneidanlagen für industrielle Massenproduktion
- KI-gestützte Optimierung der Schnittparameter