Was bedeutet zweikomponentig?
Ein zweikomponentiges Farbsystem besteht aus einer Grundkomponente und einem dazugehörigen Härter. Beide werden im vorgegebenen Verhältnis gemischt. Die chemische Reaktion bildet den ausgehärteten Film. Bindemittel und Pigmente sind dagegen Bestandteile der Farbformulierung, nicht die beiden Komponenten eines 2K-Systems.
Organisch, zweikomponentig und UV-härtend
Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Merkmale. „Organisch“ bezieht sich auf das Bindemittelsystem. „Zweikomponentig“ bezeichnet die Verarbeitung mit einem separaten Härter. „UV-härtend“ beschreibt die Aushärtung durch UV-Licht. Diese Bezeichnungen sind keine Synonyme.
Je nach Farbsystem erfolgt die Verarbeitung mit Ablüften, chemischer Reaktion, Wärme oder UV-Licht. Maßgeblich sind die Herstellerangaben zum konkreten Produkt. Ein keramischer Einbrand ist dabei ein anderes Verfahren.
Worauf kommt es bei der Verarbeitung an?
Glasoberfläche, Reinigung und gegebenenfalls Vorbehandlung beeinflussen die Haftung. Bei 2K-Farben sind Mischungsverhältnis, Verarbeitungszeit und Aushärtebedingungen einzuhalten. Werte eines Farbsystems lassen sich nicht ungeprüft auf ein anderes übertragen.
Wie wird ein Farbsystem ausgewählt?
Farbwirkung, Transparenz, Haftung und Beständigkeit gegen Reinigung, Feuchtigkeit oder mechanische Belastung werden am vorgesehenen Aufbau beurteilt. Für einen Einsatz im Außenbereich ist die Eignung des konkreten Systems zu klären. Grundlagen zum Einbrennen stehen im Artikel Keramischer Sieb- und Digitaldruck auf Glas.
Glasdruck bei MBM
Die Leistungsseite für Siebdruck und Digitaldruck beschreibt keramischen Siebdruck und UV-Digitaldruck bei MBM. Die allgemeine Erklärung eines 2K-Farbsystems ist keine Aussage, dass jede hier beschriebene Farbvariante dort angeboten wird.
